Aller Anfang ist schwer…

Ne Leute, so hab ich mir das ganz und gar nicht vorgestellt. Im September 2007 zog hier der netteste Welpe aller Zeiten bei uns ein. Amigo Paule von den Hexen sein Name. Doch als Amigo hat sich der wuschelige Kerl erst mal nicht entpuppt. Das hört sich jetzt mies an? Ja, o.k. – aber lest selbst. Vorab gesagt, mittlerweile ist unser von Herzen geliebter Paule – auch Pauliiiii genannt – ein vollkommener Amigo geworden und natürlich ist er auch der beste Hund der Welt, eh klar.

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Unser Jonny

Aber von vorn. 2006 starb mein Golden Retriever Jonny, eigentlich war er ja der Hund meiner Schwester. Als sie irgendwann  zuhause auszog, wurde Jonny irgendwie mein Hund. Er lag bei mir im Büro. Ich schrieb meine Texte, er wärmte mir die Füße. Und nach über 14 erfüllten Lebensjahren traten wir gemeinsam mit Jonny seinen letzten Weg an. Bis zu seinem letzten Atmenzug waren meine Schwester und ich an seiner Seite. Gott war ich traurig, ich fühlte mich so unendlich leer und trotz des Schmerzes war für mich klar: Nie wieder möchte ich ohne Hund sein!

Knapp ein Jahr nachdem Jonny seine Augen für immer schloss, nach langer, intensiver Suche hatten wir (mein Mann Micha und ich) unseren Hund gefunden – ein Gos d’Atura (Gos) sollte es sein. Hä, von dieser Rasse habt ihr noch nie gehört? Wir bis Dato auch nicht. Zur Rasse lest ihr an anderer Stelle demnächst hier bei der Quasselstrippe mehr. Heute bleiben wir bei unserem Herzbuben Pauliiii.

Zunächst allerdings war nicht mal sicher, ob wir überhaupt jemals einen Gos bekommen. Prüfte uns doch die Züchterin unserer Wahl auf Herz und Nieren. Fragen über Fragen und langsam zweifelte ich selbst daran, ob wir überhaupt eines Gos‘ würdig sind. Nachdem wir unser Führungszeugnis aber abgelegt hatten, bekamen wir tatsächlich ein JA. Bald also würde ein heller Gos Rüde aus dem A-Wurf „von den Hexen“ bei uns einziehen. Welcher genau es aus dem aktuellen Wurf sein würde, das blieb bis zum Schluss offen. Erst mal standen ein paar Besuche bei Henna (so heißt Paulis Mutti) und ihren Welpen auf dem Kennenlern-Programm.

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Besuch bei Henna und ihren Welpen. Auf meinem Arm: Herr Orange, der heute unter dem Namen Arlson irgendwo in der Nähe von Heilbronn bei einer Winzerfamilie lebt und wahrscheinlich den Weinberg unsicher macht!

Dann endlich, nach langem Warten, war es soweit. Wir fuhren erneut die 400 lange Kilometer in den Bayrischen Wald um „unseren“ Paule von den Hexen nachhause zu holen. Kaum beim Hexenhof angekommen erlebten wir auch schon unseren ersten Schreck – und es sollte nicht der letzte sein :-). Elke, die Züchterin sagte: „Ich hab noch mal umdisponiert, ihr bekommt den Grauen.“ Zur Erklärung: Jeder Welpe von Elke wird mit einer Farbe gekennzeichnet, d.h. er bekommt ein entsprechendes Bändchen um den Hals. Sie gibt den Hunden keine Namen, das überlässt sie den Welpenerwerbern. Eine schöne Idee, finde ich.

Aber was war denn jetzt so schrecklich daran, dass wir den Grauen bekommen werden. Ja, nun hatte ich mich schon mit dem Orangenen angefreundet und war so darauf eingestellt, dass mich dieser kurzfritsige Wechsel echt schockte. Elke weiter: „Der Graue ist etwas kerniger als der Orangene, deshalb hab ich Herrn Orange in eine Familie mit Kindern gegeben. Herr Grau kommt jetzt zu euch. Das bekommt ihr hin!“ AHA!?! Offensichtlich wusste sie schon sehr genau um das Potential ihres Herrn Grau, der fortan unser Amigo „Paule“ werden sollte. Mich allerdings beruhigte das wenig.

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Pauliiii, ca. 12 Wochen alt

Also nahmen wir unseren Pauli mit nachhause. Und schnell änderte sich die Stimmung. Grau war klasse. Was für ein süßer Kerl, findet ihr nicht auch. In der ersten Nacht schlief er, gerade im neuen Zuhause angekommen, gleich mal die komplette Nacht durch. Stubenrein war er sofort und die ersten Wochen mit ihm waren einfach wunderbar. Fortan knacke er jedes Herz im Handumdrehen und wirbelte jederzeit gut gelaunt, voller Power und quasi nicht zu bremsen durch unser Leben. Er hatte vor nichts Angst, war zu jedermann und jederhund freundlich. Ein Wonneproppen pur!

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Klein Paulis Lieblingsplatz.

Ja, bis zu dem Tag, an dem ein wild gewordener, erwachener Rüde, einfach so auf unseren Pauli losging (Paule war gerade knappe 9 Monate alt). Er hat den Pauli derart attackiert, dass sich unser kleiner Schatz einen Rückenwirbel angebrochen hat … und kaum eine Woche später begann dann das Drama, das lange Zeit unser Leben bestimmen sollte, Nerven beanspruchte, viele Tränen hervorrief und uns häufig an unsere Grenzen brachte.

Wir hatten den Vorfall mit dem fremden Rüden schon fast vergessen. Außerdem waren wir – fälschlicherweise, wie es sich bald noch herausstellen sollte – der Meinung, dass Pauli von der Rüdenattacke keinen Schaden davongetragen hat. Weit gefehlt. Wir gesagt rund eine Woche später, die Zeckenzeit hatte gerade begonnen, wollte ich Paule ein Spoton auf den Rücken träufeln und brachte ihn zuvor in Position. Dafür ein kurzer Griff an Paulis Hüften, um ihn ordenlich hinzustellen, und schwupp ….krrrrrrrr… hing er mir am Unterarm. Ein beherzter Schnapp und er war von meiner für ihn offensichtlich schmerzhaften Berührung befreit. Ich war bedient. Und jetzt?

Wie die Geschichte weitergeht, lest ihr hier

Bis dahin, lasst es euch gut gehen…

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