Herta Hysteria – oder das kleine Herta-Luder

Hallo ihr Lieben, heute hab ich eine neue Geschichte für euch … und wie sollte es anders sein, wieder einmal echt hormonlastig.  Allerdings erzähl ich euch heute nicht von Paule sondern von der herzallerliebsten Herta, auch Herta-Luder genannt.

Nach den ersten anstrengenden, spannenden und doch so wunderbaren Jahren mit Pauliii, polterte die Herta von der frechen wilden Hummel in unser Leben. Geplant war eigentlich ein zweiter Rüde, doch wie das Leben so spielt: Es wurde eine Hündin. Noch heute bin ich dankbar, dass es so kam, denn ich glaube, mit einem zweiten Rüden im Haushalt, wär unser Paule nicht klargekommen. Also danke liebe Hummel (Mama von Herta) dafür, dass du im Mai 2012 nur einen Rüden zur Welt gebracht hast, der nicht unserer sein sollte. Und danke liebe Annette (Züchterin von Herta), für deine überzeugenden Argumente, doch ein süßes Mädel zu nehmen. Und danke lieber Ehemann für deine pragmatische Entscheidungshilfe mit den Worten: „Ich wollte doch schon immer ein Mädel!“ Ha, kluge Worte, dabei hätte er bei der Ehefrau eigentlich um die Macht der weiblichen Hormone wissen müssen.

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Das Herta-Luder

So denn, kam es, wie es kommen musste. Das Hertalein wurde läufig. Auf einmal zeigte das sonst so unkomplizierte Mädel, was sie drauf hat. Fortan waren und sind die Wochen (Monate) um Hertas Läufigkeit, ja sagen wir mal, spannend. Guuuut ein bisschen zur Hysterie neigt sie ja immer, aber einmal, circa alle acht bis neuen Monate gibt sie ein paar Wochen lang alles. Da sehen Paule und ich dann bei Hundebegegnungen plötzlich alt aus. Wie eine wildgewordene Springmaus hüpft sie an mir hoch, an sich selbst hoch, knabbelt Pauli ins Ohr, bis es auch dem stinkt, und ich häng am anderen Ende der Leine wie ein Vollprofi. Herrlich! Passiert aber nicht bei jeder Hundebegenung, sondern nur bei jedem dritten, vierten oder auch mal fünften Mensch-Hunde-Team das an uns vorbeischlendert – unvermittelt und spontan. Kopfschüttelnd laufen dann die fremden Hundebesitzer an uns vorbei. Mein hilfloser Hinweis: „Mein anderer Hund ist ein ausgebildeter Rettungshund“, hilft dann auch nicht mehr. Spar ich mir mittlerweile auch – alles nur vergeudete Energie – hihi…

Oder neulich auf unserem Gütle (Gartengrundstück – keine Kleingartenanlage!!! Das bitte ich zu beachten). Ich wollte mit beiden mal wieder mit dem Dummy trainieren. Zuerst die Herta. Paule warte so lange im Platz. Klappt wunderbar. Dann ist der Paule dran. Herta wartet im Platz. Von wegen! In einem Anfall von Jetzt-Will-Aber-Ich-Hysterie springt mich das Luder an, pöbelt in Extremo, knabbelt mir in die Arme, krallt sich mit den Vorderläufen an mir fest. Hallo, was ist das? Einziges Hilfsmittel, Herta unter die Arme klemmen und festhalten, bis sie zur Ruhe kommt. Natürlich haben wir Zaungäste, wie sollte es auch anders sein. Kopfschüttelnd gehen sie ihres Weges. Grrrrr, super wie ich dieses Publikum liebe, die sind immer dann vorort, wenn ich wirklich souverän ausschaue.

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Meine zwei Krümelmonster auf unserem Gartengrundstück – auch Gütle genannt.

Die Weltbeste Aktion war im Sommer 2013 – Junghundebeurteilung. O.k. ich geb zu, ich mag Ausstellungen nicht, fühl ich mich in solchen Meschenansammlungen nicht wohl. Hab darüber hinaus so gar keinen Zugang zu der Wichtigkeit von V1, V2 und Co. Zurück zur Junghundebeurteilung, zu einer unvorbereiteten Hundeführerin, die keine Ahnung hatte, was sie im Ring zu tun oder gar zu beachten hatte. Und zurück zu einer Herta, die diesem bärtigen, Brille tragenden Ringrichter partou ihre Zähne nicht zeigen wollte. Aber einfach Kiefer blockieren ist bei Herta nicht drin, NEIN, sie schreit hysterisch rum, als würde sie einer abstechen wollen und schreit und tobt und hüpft und … o.k. Hertas Zähne sah der Ringrichter an diesem Tag nicht mehr. Ich dafür sah ein dezent, mitleidig lächelndes Publikum auf der Zuschauertribüne – das Gezeter erregte natürlich Aufmerksamkeit. Warum nur tun sich keine Erdlöcher auf, wenn man sie doch so dringend benötigt. Und dann noch der glorreiche Hinweis: “ Das müsst ihr üben!“ Warum? Für was bitte? Beim mir und beim Tierarzt zeigt sie ihre Zähne problemlos – so what!

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Ich koooommmmmmeeeeeee!

Doch genau so schnell wie Herta explodiert, sind die Wogen auch wieder geglättet. Einmal schütteln und gut, einfach herrlich. Und wenn sie mich dann mit leicht schräger Kopfhaltung fragend anschaut, die Ohren leicht nach vorn, oder wenn sie sich am Abend auf der Couch an mich kuschelt, dann ist alles längst wieder vergessen. Ja, wer kann da einem hormongeplagten Wesen noch böse sein. Und außerdem, wer könnte sie besser verstehn als ich. Stimmt’s Lady’s :-).

In diesem Sinne, lasst es euch gut gehen! Bis zum nächsten Mal … eure Quasselstrippe

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