Renitenz ist menschlich – oder Doofköppe unter Hundehaltern

Hallo ihr Lieben,

ich bin’s die Herta. Heute bin ich mal dran mit erzählen. Tani hat mir freundlicherweise das Feld überlassen. Die ist sich grad eh noch am Aufregen. Mann, Mann, Mann … heut war wieder so ein Morgen. Fröhlich ging’s bei strömendem Regen in den Wald. Gemeinsam mit ein paar Kindern aus dem Waldkindergarten sind wir losmarschiert. O.k., die Minis hätten wegen mir nicht sein müssen, da ich die doch eh ständig reglementieren muss. Was Tani gar nicht gefällt. Aber wat mutt dat mutt. Wird sie wohl nie verstehen, statt dessen greift sie mir ständig in den Bart und sagt „fertig“. Gähn, wie langweilig, dann bin ich halt mal eine Minuten ruhig. Länger selten, denn ich muss ja schließlich meinem Ruf als Gouvernante gerecht werden :-).

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Aber darum ging’s heute eigentlich nicht. Worüber Tani sich so maßlos ärgerte war eine Frau mit Hund, die wir etwas später im Wald trafen. Mittlerweile hatten wir uns von den Kids getrennt und schlenderten pudelnass unseres Weges. Da stand sie auf einmal vor uns: Frau mit Hund. Tani nahm Pauli und mich direkt an die Leine. Was sie immer tut, wenn uns ein angeleinter Hund entgegen kommt. Das hätte was mit gegenseitigem Respekt zu tun, erklärt sie dann immer. Müsste ich jetzt nicht haben, was ich auch stets lautstark verkünde. Aber zwischenzeitlich reagiert Tani auf meinen Protest gar nicht mehr. Vielmehr macht sie eine 180°-Wende und läuft mit uns von Dannen.

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Nasser Pauli, legt sich zum Trocknen am liebsten auf die Couch!

So auch heute. Die Frau mit Hund, brav hinterher. Von wegen brav. Hat die doch ihren Hund abgeleint, der flitzt schnurstracks in unserer Richtung steht auf einmal zwischen uns. Tani sichtlich genervt, macht uns dann halt auch von der Leine los. War auch nicht weiter schlimm. Wir hatten zu dritt unseren Spaß. Dumm nur, dass um die nächste Kurve plötzlich wieder die Kinder vom Waldkindi vor uns standen. Tani rief uns zu sich, wir kamen, die doofe Töle der anderen Frau rannte uns hinterher. Also weiterspielen. Tani rief uns nochmal. Die doofe Töle wieder hinterher. Oh oh, dann wurde die Tani aber sauer und brummte: „Könnten Sie bitte mal Ihren Hund zu sich rufen“. Die Antwort der Frau mit Hund kam promt: „Warum?“. Tani erwidert sichtlich genervt: „Weil hier Kinder kommen“. Erneut eine direkte Antwort: „Ist mir doch egal!“.

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Ich bleib lieber immer an der Tani dran 🙂

Verduzt blieb Tani stehn und sagte gar nix mehr. Leute, die Tani sagte nix, sowas gibt’s eigenlich gar nicht. Aber offensichtlich hat die dreiste Art dieser Frau Tanis komplettes Sprachzentrum lahmgelegt. Wir sind natürlich anständig bei Tani geblieben, während die Frau mit Hund fröhlich durch die Gruppe Kinder stolperte. Also ganz ehrlich, mir hätte es ja auch Spaß gemacht, mit dem anderen Hund weiter zu spielen, vor allen Dingen, weil ich den so schön antreiben und anbellen konnte. Die paar Kinder hätten mich in dem Fall jetzt auch nicht gestört. Aber Tani faselte was von gegenseitigem Respekt und renitenten Hundehaltern vor sich hin. Offensichtlich hatte sie ihre Stimme mittlerweile wiedergefunden. Aber sie war und ist nach wie vor stinkig. Ich hoffe, das legt sich bald wieder, denn so gefällt sie mir überhaupt nicht. Ich leg mich jetzt mal ein bisschen zu ihr und wärm ihr unterm Schreibtisch die Füße – dann ist sie bestimmt bald wieder fröhlich.

So long. Ich wünsche euch einen schönen Tag, habt Spaß in Sonne oder Regen. Bis bald …

euer Herta-Luder

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