Urlaub an der Ostsee – ein Versuch

Hallo Leute,

da sind wir wieder, nach einem Kurztrip an die Ostsee. Warum an die Ostsee? Also das ist so: Wir, als alte Dänemark-Urlauber, sehen aktuell ganz schön alt aus. Seit wir um das Dänische Hundegesetz wissen und erfahren haben, wie viele Hunde diesen jämmerlichen Paragrafen bereits zum Opfer gefallen sind, können wir dort nicht mehr hin. Irgendwie hat sich das zur Gewissensfrage entwickelt. Mehr dazu vielleicht mal an anderer Stelle oder schaut ab und zu bei mir auf facebook vorbei, das poste ich zwischendurch ein paar Infos zu Dänemark.

Status quo also im Hause der Langhaarschlamper: Wohin sollen wir in den Urlaub fahren? Berge, Meer … Meer, Berge …? Das Meer bekam den Zuschlag und so sollte es diesmal die Ostsee sein. Keiner von uns war jemals dort. Entsprechend gespannt waren wir alle. Es ging in die Gegend rund um das Stettiner Haff (Riether Winkel), nahe an der deutsch-polnischen Grenze.

Der Ferienhausanbieter machte uns den Mund schon ganz schön wässrig, wie schön es dort sei. Viel Natur, Wandern, Biken und natürlich Strände, Dünen, Meer und natürlich alles seeeeehr hundefreundlich. Das Haus, das wir mieten wollten, wurde ebenfalls sehr hochwertig und gleichzeitig heimelig präsentiert. Wen es interessiert, dem sei folgender Link empfohlen http://www.ostseeferienhaus.de/. Unser Ferienhaus war der Josephinenhof. Nur zur Info für all diejenigen, die diesem Link tatsächlich folgen :-). In allen Häusern dieses Anbieters sind auch mehrere Hunde jederzeit herzlich willkommen.

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Pauli im Garten vor dem Josephinenhof

Und was soll ich sagen, mit dem Haus hatte er nicht gelogen. Eine wirklich wunderbare Unterkunft, schönes Interieur und ein toller 1000qm großer, hundefreundlich umzäunter Garten. Der Weg dorthin allerdings gestaltete sich mehr als abenteuerlich.

Angefangen beim unserem höchst erfreulichen Pannen-Stopp an der Tankstelle in Höhe Berlin. Prima, eben noch getankt und jetzt springt das Auto nicht mehr an. 1,5 Stunden Wartezeit auf den netten Mann vom Pannendienst folgten, der uns dann freundlicherweise eine neue Batterie einbaute – also eigentlich baute er sie unserem Touran ein, nur damit da keine Missvertsändnisse aufkommen – und dann konnte es auch schon weitergehen. Entgegen unserer Erwartungen kostete uns das Ganze nur kanpp zwei Stunden Zeit und rund 130 Euro. Wie wir finden, ist der Preis o.k. Was ich viel weniger o.k. fand, war die Gleichgültigkeit all der Menschen um uns herum. Die interessierte es einen Scheiß, warum wir dort mit offener Motorhaube standen. Kein einziges Mal wurde gefragt „Können wir Ihnen helfen?“, stattdessen wurden wir mehrfach angepöpelt, weil unser Auto nun blöderweise direkt an der Zapfsäule stand und diese damit auch blockierte. Frechheit!

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Unser Gelber Engel

Egal, hauptsache es konnte ohne größeren Schaden weitergehen. Aber was kam dann? Umso näher wir unserem anvisierten Ziel kamen, umso dichter wurde der Wald. Dann die ersten Schilder „Wald bitte nicht betreten: Militärgebiet!“ WAS? Und das wollte nicht aufhören, bis direkt vor unsere Haustür. Ja, das war echt ein komisches Gefühl. Doch unser Ferienhaus entschädigte für alles. Einfach herrlich und Null Komma nichts konnte die ganze Bande entspannen … und morgen, ja morgen wollten wir ans Meer.

An dieser Stelle kommt nun Dänemark wieder ins Spiel. Wer wie wir viele Jahre in Jütland Urlaub machte, der ist auf stundenlange Spaziergänge an kilometerlangen leeren Stränden eingestellt. Nur, wo war hier an der Ostsee, hier am Stettiner Haff eigentlich der Strand. Nach langer Suche haben wir IHN dann gefunden. Knapp 100 Meter lang und 10 Meter breit. Hä? O.k. hier auf der Karte gab es noch mehr Strände, wir haben sie alle angefahren, aber: jeder davon hatte ungefähr dieselben Abmessungen, o.k., der ein oder andere war etwas größer, aber nur marginal. Herta und Paule war’s egal. Sie genossen das kühle Nass in vollen Zügen: Attacke und rein! Über Micha und mir dagegen schwebte ein großes Fragezeichen, nein es waren mehrere. Gott was sind wir für Penner, hätten wir uns mal besser vorbereitet, dann ständen wir jetzt nicht so dumm da. Doch der Verwunderung folgte schallendes Gelächter und wir konnten quasi nicht mehr damit aufhören. So what! Machen wir das Beste daraus. Und das taten wir!

So entdeckten wir in den kommenden Tagen, viele wunderbare kleine Buchten …

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Herta und die Ostsee …

Versteckte Binnenseen mit langen Stegen …

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und lustige Umkleidekabinen …

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Liefen endlose Strecken durch tiefe Wälder.

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Streiften durch weite Wiesen, Felder und dazwischen immer wieder Moorgebiete.

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Und ganz unerwarte auch über schöne Binnendünen.

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Entdeckten Straßen, von denen wir glaubten, so etwas gäbe es in Deutschland überhaupt nicht mehr.

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Best of Landstraße!

Pauli und Herta immer freudig mit dabei. Laufen, rennen, einsauen, im See oder Meer baden in den Dünen rennen … alles war geboten und das Wetter spielte stets mit. Kein Tag Regen. Stattdessen meist sonnig und um die 20 Grad – im Oktober!

Am Abend – nach all unseren Ausflügen in die wilde Natur des Riether Winkels – waren alle zufrieden und hundemüde … im wahrsten Sinne des Wortes – hihi!20141006_202009

So hatten wir schließlich einen wirklich tollen Urlaub an der Ostsee. Anders als erwartet, aber wunderschön und sooo herrlich entspannend. Unser Versuch ist also geglückt. Bis zum nächsten Mal, dann vielleicht doch in die Berge oder die Bretagne oder in die Normandie, Holland …?

Auf bald, eure Quasselstrippe

P.S. Mehr Urlaubsbilder seht ihr hier http://wp.me/p3QLI7-bi

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