Seelenhunde – nie mehr ohne Hund!

Hallo ihr Lieben,
geht es euch auch so – und könnt ihr euch ein Leben ohne Hund(e) nicht mehr vorstellen? Bei mir jedenfalls ist es so. Dabei bin ich nicht einmal das typische Beispiel eines Hundehalters. Ich bin nicht mit Hunden aufgewachsen. Nicht einmal mit Tieren bin ich aufgewachsen. Bis zu meinem 18. Lebensjahr lebte weder Hase noch Meerschweinchen in unserem Haushalt.

Oh nein halt – kurz vor meinem 18. zogen ein paar wildgewordene Wellensittiche bei mir ein: Meine sieben Jahre jüngere Schwester hat meine Eltern so lange genervt, bis endlich ein Vogel im Haus war. Aber man möge mir verzeihen. Ich dreh durch, wenn einer davon auf meinem Kopf landet. Und das taten sie mit Vorliebe – gerade bei mir. Deshalb hat sich zwischen uns nie eine große Liebe entwickelt.

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Seit allerdings Hunde mein Leben bereichern, habe ich zu allem – zu Mensch und Tier – eine ganz andere Beziehung.

Wellensittiche dürfen zwar immer noch nicht auf meinem Kopf landen. Aber sollte mal ein Vögelchen hilflos im Garten liegen, das kommt bei gefühlten zehn Katzen in der Nachbarschaft schon mal vor, dann nehm ich ihn hoch, schau nach ihm und bring ihn zum Tierarzt.

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Ja gut, ich bin gesellig, manch einer mag sagen geschwätzig und ich lache viel. Aus diesem Grund habe und hatte ich nie größere Probleme mit Menschen in Kontakt zu kommen. Bei Hunden und Tieren im Allgemeinen war das allerdings mal ganz anders. Vor vielen hatte ich regelrecht Angst. Doch dann kam Jonny – unser erster Hund. Ein Golden Retriever – was sonst. Eigentlich der Hund meiner Schwester. Doch im Laufe seines fast 15-jährigen Lebens wuchsen Jonny und ich immer enger zusammen. Als dann Jonny nicht mehr da war – war für mich eines klar: NIE MEHR möchte ich OHNE HUND sein.

Ein Glück, dass mein Mann Micha mich dabei voll unterstützte. Paule und er sind heute auch wahrhafte Buddys. Und so kann ich sagen: Ohne Jonny, ohne Paule und ohne Herta wäre mein Leben bestimmt anders verlaufen – schöner wär es garantiert nicht. Warum ich mir da so sicher bin? Ich finde, mit einem Hund verändert sich einfach alles. Mein Blick auf das Leben, auf Mensch und Tier, mein Blick auf mich selbst – einfach alles. Ich liebe es, Paule und Herta beim Spielen zuzuschauen. Wenn sie rennen, wenn sie toben und dabei die Welt um sich herum vergessen. Sie leben im Moment und genießen ihn – in vollen Zügen. Das ist es, was mich beeindruck und was mich und meine Einstellung zum Leben absolut verändert hat.

Ich seh heute vieles gelassener. Was mich vor Jahren noch an den Rand des Wahnsinns trieb, entlockt mir heute meist nur ein müdes Lächeln. Ich lebe den Tag bewusster. Sehe Dinge, die für mich früher einfach unerkannt blieben. Ich achte auf mich. Ich achte auf meine Körpersprache, denn nur so kann ich meinen beiden Wuschels klar machen, wohin die Reise heut und morgen geht. Ich lebe bewusster, engagiere mich im Tierschutz und ernähre mich weitgehend vegan. Ich fühle mich Tieren um so viel näher, sehe sie mit ganz anderen Augen. Und dafür bin ich so unendlich dankbar.

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Von vielen Hundemenschen höre ich, dass sie einen Seelenhund haben. Was aber ist ein Seelenhund? Die Fabelschmiede (ein ganz wunderbarer Hundeblog), die Fabelschmiede also schreibt dazu:

„Seelenhunde reparieren Deine Seele und auch Dein Herz, jeden Tag mehrmals und immer wieder. Sie machen es einfach so und ohne jede Mühe.“

Schöne Worte und so wahr – wie ich finde. Doch viele Menschen erzählen von ihrem EINEN Seelenhund. Nur einen? Ich könnte mich bei meinem beiden nicht entscheiden, wer es denn nun ist, der Seelenhund. Beide sind so wunderbare Seelen – jede/r auf seine oder eben ihre Art – und beide sind auf ihre eigene, ganz besondere Weise mit mir verbunden. Ich liebe es, wenn Paule ohne großes Auflebens meinerseits, direkt versteht, was ich gerade von ihm möchte. Manchmal wünsche ich mir, er wäre etwas kuscheliger. Aber dann trabt der Brummbär locker davon und dahinter kommt die lustige Herta angewackelt, die sich so gerne und lange an mich kuschelt. Ja, sie beide reparieren meine Seele ohne jede Mühe – jeder auf seine Weise und jeden Tag aufs Neue.

Zwischendurch zucke ich allerdings auch mal zusammen. Immer dann, wenn mir bewusst wird, wie kurz das Leben der beiden doch ist. Dann bekomm ich es fast mit der Angst zu tun und werde traurig. Schnell ruf ich die zwei, schnapp Halsband und Leine und wir gehen raus in die Natur und genießen das Leben – im Hier und Jetzt – ich und meine zwei Seelenhunde – Paule & Herta.

Hier noch eine kleine Auswahl unserer Quasselstrippe-Bild-Zitate. Wenn ihr mehr davon sehen wollt, dann besucht uns doch mal auf Facebook. Bis dahin …

… grüßt euch herzlich die Quasselstrippe mit Paule & Herta!

2 Kommentare zu „Seelenhunde – nie mehr ohne Hund!

  1. Seelenhunde, das ist schon so ein Thema. Habe mich damit auch auseinander gesetzt. Im Rückblick waren die Beziehungen zu allen meinen vergangenen Hunden immer wieder anders. Nicht zu allen habe ich eine gleiche Nähe finden können, bei der ich von einem Seelenhund sprechen würde. Fakt ist aber, dass meine Hunde immer mein Leben bereichert haben, ob es welche waren, zu denen ich eine sehr enge Verbindung hatte oder solche, zu denen die Beziehung nicht ganz so eng war.
    Von meinen beiden gegenwärtigen Hunden würde ich gegenwärtig keinen als Seelenhund bezeichnen. Aber vielleicht wird es noch etwas, vielleicht muss es wachsen. Floppy, der kleine unsichere Hund, ist eigentlich sehr lieb und anhänglich, braucht aber immer wieder seine Distanz. Little Amiga ist sehr anschmiegsam, gleichzeitig aber fordernd und an der Leine meist unerträglich. Mein Verhältnis zu ihr ist mittlerweile sehr zwiespältig. Die Art und Weise, wie vor allem Little Amiga mein Leben bereichert, da könnte ich gerne drauf verzichten. Verspannte Schultern vom Ziehen und endloser Frust, weil ich die kleine Dame einfach nicht in den Griff bekomme, brauche ich nicht. Es entspricht meinen Erfahrungen mit meinen anderen Hunden in keiner Weise. Und vermutlich habe ich durch meine Versuche, ihr klar zu machen, dass beim Spazierengehen ich das Tempo vorgebe, mittlerweile mehr kaputt gemacht an unserem Verhältnis als ich gewonnen habe. Aus einem Hund macht so ein Verhältnis keinen Seelenhund.

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