Hunde im Schnee – Jucheee!

Aufwachen – ein erster, noch verschlafener Blick aus dem Fenster und … was ist das? Der erste Schnee in diesem Jahr. Juche! Noch ganz zart liegt er über dem grünen Gras, auf den roten Dächern und auf den kahlen Ästen der Bäume – und doch macht dein Herz Freudensprünge.

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Also nichts wie raus ins kühle, weiße Nass und weiter geht es mit den Freudensprüngen. Diesmal sind es allerdings die meiner beiden Vierbeiner. Fröhlich und beschwingt hüpfen und rennen Herta und Paule über die Wiesen und Felder. Ein Hops in die Höhe und Abtauchen in immerhin spektakuläre drei bis vier Zentimeter Schneehöhe. Noch ne Runde Rücken schrubben und wieder durchstarten. Herrlich. Was für einen Spaß die beiden jedes Jahr aufs Neue damit haben. Und jedes Jahr aufs Neue freue ich mich mit. Irgendwann verschwimmt das Ganze … und meine Freude über den Schnee und die Freude beim Anblick meiner schneetruckenen Gos d’Atura werden eins.

Dabei sah das Wetter gestern noch ganz anders aus.

Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel haben wir am Samstag unsere Runden gedreht. Und schon einen Tag später, pünktlich um den 21./22. November – wie schon so oft – rieselt der erste Schnee vom Himmel. Prima Frau Holle, mal wieder just in time.

„Ein bisschen Schnee und schon ticken unsere Hunde aus.“

Aber warum ist das eigentlich so? Die Antwort ist ganz einfach. Habt ihr schon mal beobachtet, dass das Jagdverhalten eurer Hunde im Schnee zunimmt. Ja? Dann seid ihr der Antwort schon auf der Spur – um im Bild zu bleiben. Im Winter beginnt für den Wolf der erfolgversprechendere Teil seiner Jagd-Saison. Die Spuren von Hase und Co. sind in frischem Schnee noch besser auszulesen – die Geruchs-Spuren-Welt im Schnee ist ein wahrer Hochgenuss, viel besser als auf trockenem oder gar regennassem Boden. Und da in unseren kleinen, lieben, menschenbezogenen Haushunden eben doch noch ein klitzekleiner Wolf steckt, führt die Aussicht auf einen vollen Napf zu unbändiger Freude. Also aufgepasst liebe Hundemenschen. Solltet ihr ohnehin schon einen kleinen Jäger im Haus haben, dann heißt es jetzt: Augen auf! Sind weder Spuren im Schnee noch Wild in Sicht – na dann: Have Fun und lasst die Freude raus :-). Attacke!

Drei einfache Fell- und Pfoten-Tipps für unbeschwerten Spaß im Schnee

Trotz alles Freudensprünge über das vom Himmel rieselnde Weiß sind wir Hundehalter – vor allem diejenigen mit langhaarigen Hunden – zu dieser Jahreszeit auch stets praktisch orientiert.

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„Ohje, ohje – langes Fell und Schnee“

Sprich: Was tun mit den alljährlich wiederkehrenden, dicken Schneekugeln im Hundefell – vornehmlich an Beinen und Bauch?

  1. Hunde-Dusche
    Jaaa, wir haben vorgesorgt und die Hunde-Dusche in der Garage, die im Sommer hilft, Matsch und Dreck aus dem Fell zu spülen, unterstützt uns auch des Winters tatkräftig dabei, die Schneeklumpen zum Schmelzen zu bringen. Aber Achtung – nehmt bitte kein warmes Wasser, um den Schnee aus dem Hundefell zu spülen. Was dabei mit den Beinen eurer Vierbeiner passiert, könnt ihr ganz leicht erfahren, wenn ihr einfach mal eure kalten Hände unter einen warmen Wasserstrahl haltet.Verwendet deshalb bitte höchsten etwas lauwarm überschlagenes Wasser und spült langsam und gemächlich, solange bis die Kugeln eben abgetaut sind. Dann noch abtrocknen – langes Hundefell nicht rubbeln nur ausstreichen – und ab damit ins warme Haus. Hier kann das nasse Fell von Herta und Paule dann nach und nach abtrocknen. Die Schneeklumpen allerdings, ja die müssen draussen bleiben.
  2. Fell kürzen zwischen den Zehen
    Manch einer kürzt noch das Fell zwischen den Zehen, damit sich dort weniger schmerzende Klumpen ansammeln können. Ich mach das nicht oder besser gesagt nicht mehr, denn ich konnte keine Veränderung feststellen.
  3. Vaseline für die Pfoten
    Ein weiterer Tipp ist noch Vaseline auf die Pfoten und Ballen schmieren, dann bleibt weniger Schnee im Fell hängen, bzw. der Schnee ist leichter wieder aus dem Fell zu entfernen. Ich schreib aber bewusst schmieren, denn das ist wirklich eine Schmiererei. Aber immerhin schützt die Vaseline auch empfindliche Hundepfoten vor den unliebsamen Angriffen von ätzendem Straßensalz. Wir hatten damit allerdings noch nie Probleme. Mag daran liegen, dass meine beiden recht unempfindlich diesbezüglich sind. Oder auch daran, dass wir eben auf dem Land leben, da wird weniger Salz verteilt – zumindest bei uns. Oder eben daran, dass wir weniger an der Straße und mehr auf Wald- und Feldwegen unterwegs sind.
    So, nun aber endlich ab mit euch in den Schnee. Und wenn ihr diese paar einfachen Dinge beachtet, dann können die Herzen von Mensch und Hund auch unbeschwert ihre Freudensprünge genießen. Wann kommt der nächste Schnee?

Also dann ihr Lieben … Schneeküsschen…

Beitragsbild_Schnee…und einen unbeschwerten, klumpenfreien, schlichtweg großen Spaß im Schnee wünschen euch
Paule, Herta und die Quasselstrippe!

4 Kommentare zu „Hunde im Schnee – Jucheee!

  1. Schnee hatten wir auch schon, wenn auch nicht so viel. Schnee bei Hunden mit längerem Fell ist wirklich ein Problem, vor allem dann, wenn der Schnee im Fell klebt und immer dicker werdende Klumpen bildet, die den Hund dann auch noch in der Bewegung behindern. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man den Schnee gut ausbürsten kann, wenn man eine Bürste hat mit Drahtborsten mit den Kugeln am Ende. Für die Hunde ist es so am angenehmsten, da es nicht zu sehr am Fell zieht, wenn man den Schnee entfernt. Man bürstet die Schneeklumpen so quasi kleiner und kleiner und dann aus dem Fell heraus.
    Gegenwärtig habe ich mit meinen beiden durch das kurze Fell solche Probleme nicht mehr. Dafür muss ich ihnen aber je nach Temperatur etwas überziehen.

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