Was kostet die Zeit? Ich nehme sie!

Da sind wir wieder. Sorry, lang ist es her, aber das Leben von Herta und Paule und mir war turbulent in den vergangenen Monaten. Arbeit, ja Arbeit habe ich immer, viel. Viel Arbeit also, das könnte eine gute Ausrede sein, aber nein, das ist sie nicht. Viel zu tun habe ich, wie gesagt, eigentlich immer. Doch ich denke, wenn man etwas möchte, etwas tun oder haben möchte, dann findet sich auch Zeit und Möglichkeit.

Nehmen wir unsere Hunde, mein Paule beispielsweise. Wenn dieser Kerl etwas möchte, dann versucht er alles, um dies auch zu erreichen. Sei es einen Haufen Kuhmist, der allzu verführerisch riecht und anscheinend auch prima schmeckt. Zielstrebig läuft er los. Nur widerwillig folgt er dann meinem Ruf und legt den Rückwärtsgang ein. Sagen wir in neun von zehn Kuhmist-Fällen kommt der Paule zurück, langsam, gemächlich und freudlos, um dann mit vorwurfsvollem Blick das Leckerli zu inhalieren, das ich ihm als Kuhmist-Alternative anbiete.

20160929_092220Doch wenn ich mich dann mal wieder in Sicherheit wiege, dass er es jetzt geschnallt hat, dass er IMMER zurückkommt und für alle Zeiten dem Misthaufen abgeschworen hat. Dann … KAWUMMS … rennt er in einem Affentempo in Richtung Kuhscheiße und nimmt einen großen, leckeren Happen davon. Paule weiß also was er will, er vergisst es nicht und arbeitet kontinuierlich daran, dieses Ziel auch zu erreichen. Er findet Zeit und Möglichkeit.

Mir war dieses Zeit- und Möglichkeit-Finden in den vergangenen Monaten nicht vergönnt. Die Quasselstrippe konnte sich nicht aufraffen zu schreiben. Doch das soll hiermit und ab sofort ein Ende haben. Versprochen.

20161012_102819Zeit habe ich allerdings nach wie vor keine. Zumindest hab ich das Gefühl, dass wir, dass ich meiner Zeit andauernd hinterherrenne. Nur einmal am Tag ist das nicht so. Einmal am Tag, wenn wir drei, Herta, Paule und ich, draußen unterwegs sind, dann vergesse ich die Zeit, dann brauche ich sie nicht, dann brauch sie mich nicht, dann hab ich sie einfach. Und dafür bin ich meinen beiden Wuschels unglaublich dankbar. Sie schenken mir diese Zeit. Ja, so sehe ich das. Herta und Paule schenken mir diese Zeit. Ohne die Zwei würde ich viel weniger Zeit draußen genießen. Ohne die Zwei würde ich Gefahr laufen, immer mehr zu arbeiten und immer weniger zu leben. Dabei ist leben, das Leben genießen doch so schön. Und Ruhepausen, nicht nur körperliche, sondern vor allem auch geistige Pausen, sind darüber hinaus so wichtig.

Was ohne Ruhepausen geschieht, ist nicht von Dauer. (Ovid)

Wer sich diese Ruhepausen nicht gönnt, läuft Gefahr, früher oder später im Burnout zu enden. Ein Phänomen unserer Leistungsgesellschaft, immer mehr zu geben, immer mehr geben zu müssen, aber auch immer mehr zu wollen. Ein endloses streben. Doch gesund ist DAS gewiss nicht. Was also tun, um Körper und Geist diese allzu nötigen Ruhepausen zu gönnen? Hier meine ultimativen Entspannung-mit-Hund-Tipps für euch.

Schafft euch einen Hund an!
Haha, habt ihr ja bereits. Also Haken dran und direkt weiter zum nächsten Punkt.

20160829_082923Geht raus an die frische Luft!
Macht natürlich auch jeder, der einen Hund hat. Klar, die Hunde müssen ja raus. Doch auch euch tut ihr damit etwas Gutes. Mit jeder Runde an der frischen Luft haltet ihr euer Immunsystem auf Trab. Und viel mehr noch: Draußen ist für mich schlichtweg ein Lebenselixier. Wenn Herta und Paule und ich am frühen Morgen schon auf unseren Hausberg marschieren, oben die tolle Aussicht genießen und einfach mal ein paar Minuten innenhalten, dann ist das so viel mehr als ein schlichter Morgenspaziergang. Diese Runden am Morgen sorgen für einen vollen Akku, den ich, den ihr den ganzen Tag anzapfen könnt. Geht langsam und gemächlich, träumt vor euch hin, macht einen flotten Spaziergang oder geht joggen. So mach ich es auch. Je nach Tagesform und Stimmung ist es mal der Spaziergang, mal die Trailrunning-Runde am Morgen.

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Schaut hin!
Aber geht nicht nur raus. Nehmt auch die Natur um euch wahr, atmet die kalte Winterluft oder auch den sommerfrischen Duft eben erst gemähter Wiesen. Seht die Blume am Wegesrand und geht nicht einfach nur vorbei. Ihr glaubt nicht, was die Natur alles auf dem Kasten hat. Ich habe zum Beispiel die Eigenart entwickelt, alles, was mir gefällt, zu fotografieren, und am besten hier und dort auch die Hunde schön zu positionieren. Zum Leidwesen Michas, denn der ist häufig genervt, weil ich immer und überall stehenbleibe, um ein Foto zu schießen. Wenn er dann aber zuhause meine Bilder anschaut oder anschauen muss :-), dann ist er oft erstaunt, was ich für ein tolles Motiv aus so einer „ollen“ Blume am Wegesrand herausgeholt habe.

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Habt Spaß!
Egal wie stressig euer Alltag ist, lasst nicht zu, dass euch der Stress auf eurer Tour durch die Natur begleitet. Ja, ich weiß, dass ist leicht gesagt als getan. Ich hab dafür meine ganz eigene Methode entwickelt: Ich laufe solange, bis ich innerlich wirklich zu Ruhe komme, bis sich der Knoten im Bauch löst und ich wirklich entspannt bin. Kann manchmal dauern und ist eine Herausforderung, wenn schon der nächste Termin ansteht. Ja, dann klappt es eben auch mal nicht. Nicht hadern, sondern beim nächsten Mal wieder versuchen. Ich bin da tatsächlich in der glücklichen Lage, dass ich als Freiberuflerin meine Zeit frei einteilen kann. Wenn der Morgenspaziergang mal wieder länger dauert, weil das Wetter so schön ist, weil ich das hundertste Motiv fotografieren muss oder weil Herta, Pauli und ich einfach zusammen im Gras sitzen und vor uns hinträumen, dann pack ich halt am Abend noch eine Stunde Arbeitszeit hinten dran. Das können Menschen mit festen Arbeitszeiten nicht, das ist mir schon klar. Aber dann nehmt euch einfach für diese eine oder gar nur halbe Stunde, die ihr am Morgen gemeinsam mit euren Hunden habt, diese eine Sache vor: Lasst Stress und Sorgen zuhause. Lasst notfalls das Handy zuhause oder wenn ihr gar nicht ohne Handy könnt, dann lasst es wenigsten für diesen kurzen Spaziergang in der Tasche, habt Spaß mit euren Hunden, spielt mit dem Dummy oder klettert über ein paar Baustämme, egal was, aber lasst euch in dieser gemeinsamen Zeit von nichts und niemandem stören, auch von keinem klingelnden Handy.

Denn eines ist sicher, die gemeinsame Zeit mit euren Hunden kostet nichts – aber sie ist kostbar!

Eure Quasselstrippe mit Paule und Herta

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